Das zweite Leben

Schon seit mehreren Tagen denke ich darüber nach, was wird mein nächster Blogbeitrag. So langsam setzte ich mich unter Druck und suche gedanklich nach Inspirationen. Beikost, Babyschlaf, Outfit… Ach alles auf jedem Blog vertreten und mindestens einmal in der Woche findet man einen frischen Blogartikel darüber. Heute ist Sonntag, ich steh in der Küche und bereite gerade das Hackfleisch für einen Nudelauflauf vor. Warum schreibe ich nicht darüber, was ich gerade denke? Ja, das mache ich.

Ich denke darüber nach, warum ich mich so leicht unter Druck setze? Warum habe ich eigentlich ein Blog erstellt, wenn ich so selten was schreibe? Warum muss ich mich überhaupt rechtfertigen und diese Gedanken preisgeben? Unser Socialmedialeben wird bunter. Instagram, Twitter, Facebook, Blog und Snapchat… Ein Seelenstriptease was sehr modern geworden ist. Ein Wettbewerb, wer das schönste, coolste und außergewöhnlichste Leben hat für Likes und Follower. Ein Tag ohne Herzchen ist ein verlorener Tag. Hah, da muss ich selber schmunzeln. Ich habe mich mitreisen lassen. Ich bin süchtig danach und jeder Blick in mein Smartphone nimmt mir die kostbare Zeit. Ich versuche abzuwägen, ist es richtig oder falsch? Es gehört dazu und es ist wie im normalen Leben auch. Jeder hat seine eigenen Ziele. Sei es die Jagd nach kostenlosen Sachgeschenken (Kooperationen) oder ein Austausch über gleiche Interessen. Einfach mal schnell nachschauen was die Nachbarin oder ehemalige Schulfreundin so macht. Wir brauchen das. Wir brauchen im unseren Leben den Kontakt, die Bestätigung, das Gefühl wir sind da und gehören auch dazu. Auch wenn ich immer wieder mal darüber nachdenke, mein Account zu löschen und einfach zu verschwinden… Ein Internetselbstmord. Nein! Warum? Wir finden hier unsere große Liebe, kaufen ein, teilen Videos mit der Familie, arbeiten, spielen, lernen… Internet ermöglicht uns alles, warum also plötzlich beenden.

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1 Kommentar

  1. Leas_mama_30 sagt: Antworten

    Sehr schön geschrieben

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