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  • Die 10 nervigsten Sprüche in der Schwangerschaft

    Meine beliebtesten Sprüche in der Schwangerschaft und nach der Geburt. Kennt jede werdende Mama und Mama. Liebe Familie und Freunde, diesen Beitrag widme ich nur Euch, mit einem Augenzwinkern. 😉

     

    10 nervigsten Sprüche in der Schwangerschaft

    1. Wann ist es soweit?

    Am Anfang ist man glücklich es verkünden zu können, dass man schwanger ist und wann der Entbindungstermin ist. Doch kommt die Frage öfter und vor allem von der Familie, die es eigentlich schon längst im Kalender hätte eingetragen müssen, ist die Frage mehr als nervig und treibt so gut wie jede Schwangere in den Wahnsinn.

    1. Du hast einen großen Bauch. Bist du sicher, dass da nur eins drin ist?

    Ob groß oder klein, ich glaube diese fiese Frage die gar nicht für schwangere so lustig klingt, kann sehr verletzend sein. Lassen Sie es bitte.

    1. Oh, was wird es den?

    Ein Baby.

    1. Ach, es wird ein Junge? Vielleicht habt ihr beim nächsten Mal Glück.

    Gilt genauso für die Mädelsmamas. „Oh ein Mädchen, na dann habt ihr ja keinen Stammhalter.“ Danke für die Erkenntnis, ohne Sie wäre ich nie darauf gekommen und jetzt?

    1. Bist du immer noch schwanger?

    Diese Frage stellen sehr gerne Menschen die glauben, dass eine Schwangerschaft 9 Monate dauert und genau wenn der 9. Monat um ist, muss die Frau ihr Kind zur Welt bringen. Liebe Menschen da draußen, eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen und manchmal sogar 42 Wochen. Hier kommt auch mein sehr beliebter Spruch der perfekt dazu passt.

    1. Drin geblieben ist noch keins.

    Hah, muss ich lachen. Ja, jetzt lache ich auch selber darüber, aber als ich diesen Spruch gehört habe, bin ich fast aus den Latschen gekippt. Ist es die Dummheit der Menschheit oder weil man einfach was sagen will, auch wenn man nichts zu sagen hat? Dann bitte lieber nichts sagen.

    1. Genießt die Zeit noch

    Ja, ja, ja ich genieße und liebe das Warten. Schließlich warten wir alle immer ganz gerne auf den Weihnachtsmann, auf unsere Geburtstage oder auch im überfüllten Wartezimmer beim Onkel Doktor. Die Zeit der Schwangerschaft warten wir auf unser kleines Wunder, bereiten uns vor und glauben Sie mir, jede glückliche Mama genießt die Zeit sehr, aber wenn wir den Endspurt erreichen werden wir oft sehr ungeduldig und möchten an unserem Baby schnuppern.

    1. War es geplant?

    Na, die Frage ist doch eine totale Frechheit, oder? Ob geplant oder nicht geplant, wenn ich es sagen will, dann werde ich es tun, aber danach zu fragen ist zu fragen wie oft ich in der Woche Sex habe und benutze ich nur ein Kondom oder doch die Pille.

    1. Freut ihr Euch? Was sagt dein Partner dazu?

    The same wie oben. Manche nehmen kein Blatt vor dem Mund und stellen tatsächlich diese Frage.

    1. Du musst jetzt für zwei essen. (oder) Nein, du darfst das nicht essen. Du darfst kein Kaffee und schon mal gar nicht Chips und Cola.

    Die Verbote und Gebote von Omas, Tanten und der lieben neugierigen Nachbarin, die beim Einkauf genau dein Einkaufswagen beobachtet. I’m lovin it.

     

    Wollt ihr wissen welche Sprüche mich als Neumama nerven? Morgen kommt der zweite Beitrag. 😉

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  • Ein Stillkampf – Meine Stillgeschichte

    Lange habe ich nicht nachdenken müssen. Die Ideen worüber ich hier schreibe, kommen spontan. Dann setze ich mich für 5 Minuten hin und lege los…

     

    Mein Stillkampf begann direkt mit Adrian‘s Geburt. Ich bekam ihn auf meine Brust gelegt und noch voller Aufregung dachte ich nicht mal daran ihn anzulegen, obwohl ich weiß wie wichtig es in den ersten Minuten ist, das Baby an die Brust zu legen.  Und so lag er da auf mir und wir kuschelten mit meinem Herzmann zu dritt. Nach halber bis Dreiviertelstunde legte ich ihn kurz an, er nahm die Brust nicht an und lies sein Mund offen ohne zu saugen. Ich wollte ihn nicht überfordern – so dachte ich. Ein paar Stunden später versuchten wir es erneut, doch es klappte wieder nicht. Die Hebamme machte mir Mut und erzählte, dass der Milcheinschuss meist nach 2 bis 3 Tagen kommen wird und die Babys bis dahin auch ihren Saugreflex entwickeln. Die Säuglingsschwestern machten jedoch Druck und zwangen Adrian an meiner Brust schreiend zu trinken. Er wollte nicht. Ich lies ihn in Ruhe, aber ich habe nicht aufgegeben. Ich habe mich ins Stillzimmer gesetzt und versuchte abzupumpen, doch mehr als den Boden zu bedecken kam dabei nicht raus. Ich war verzweifelt darüber, dass ich keine Milch hatte. Es ist doch viel zu wenig, dachte ich. Nun ja… Ich fragte mich warum das so ist und hat Mutternatur uns doch nicht dafür ausgestattet, dass wir unsere Kinder ernähren können? Die ganze Schwangerschaft war ich davon ausgegangen und fest überzeugt: ICH WERDE STILLEN! Ich verurteilte in Gedanken andere Mütter die es nicht mal versucht oder gleich nach einem Monat wieder aufgegeben haben. Das Stillen ist doch das Beste. Warum sich viele dagegen entscheiden, war mir nicht klar. Warum sich sogar einige Frauen davor ekeln, genauso wenig. Unsere Gesellschaft kennt mittlerweile „die Titten“ als ein Sexobjekt und nicht als etwas Natürliches, womit wir unseren Kindern das Beste liefern. Inzwischen verurteile ich keine Frauen die nicht stillen oder es nicht versuchen. Ich akzeptiere es und respektiere deren Entscheidung. Das hat sich erst geändert, als ich den Kampf selbstständig angetreten bin. Ich recherchierte wie viel Babys in welcher Lebenswoche trinken. Nicht mehr als ein Schnapsglas am Anfang, d.h. meine Tröpfchen Muttermilch sollten ausreichend sein. Wir versuchten ihn zu Beruhigung einen Schnuller zu geben und siehe da, es hat geklappt. Er nahm ihn und saugte daran. Ich war sehr froh und versuchte ihn direkt an meine Brust zu nehmen. Leider blieb sein Mund nur offen und er machte keine Saugbewegung. Als ob er den Reflex nicht hätte. Ich bekam ein Stillhüttchen und probierte es weiterhin damit. Mal klappte es, mal nicht. Am Entlassungstag war Adrians Billirubinwert grenzwertig erhöht und die Säuglingsschwester riet uns noch einen Tag zu bleiben, doch ich wollte endlich zu Hause sein und dort in Ruhe meinen Stillversuchen weiter nachgehen. Die Tage waren hart. Sehr hart. Zu Hause angekommen bekam ich den lang ersehnten Milcheinschuss! Hurraaa! Doch damit kam auch mein erster Milchstau! Zu meinem Unwissen behandelte ich es mit kalten Kompressen und wusste nicht, dass ich mich damit von der Milch verabschiede. So schnell die auch kam, so schnell war die wieder weg und bei meinen Abpumpversuchen kamen höchstens 20 – 30 ml am Tag! Ja, am Tag! Ich betone das so, denn einige pumpten schon 20 ml nach 5 Minuten von einer Brust ab. Ich nicht. Eine Unterstützung seitens meiner Familie suchte ich vergebens und so bekam ich nur Sprüche zu hören, dass ich zu wenig Milch habe, die nicht nährstoffreich genug ist und nicht fett genug ist. Ich solle zufüttern. Keiner kam und half mir dabei, mich in der Stresssituation zu unterstützen. Ich saß jeden Tag stundenlang auf dem Sofa mit Baby im Arm, angedockt an meiner Brust, denn dort fühlte er sich am wohlsten und ich wusste er holt sich das was er braucht. Ich richtete mich nach den Windeln. Ca. 6 bis 8 volle Windeln am Tag, wo beide Geschäfte verrichtet waren, waren für mich das Zeichen, er bekommt die Milch von meiner Brust. Einmal wöchentlich kam die Hebamme zur Gewichtskontrolle. Adrian nahm jede Woche etwas zu. Nicht viel und etwas drunter als der Durchschnitt, aber sein Gewicht war immer im Plus. Anbei muss ich anmerken, dass ich es an unserer Gesellschaft nicht verstehe, warum die Babys und Kinder, sogar oft Erwachsene, an der Größe und dem Gewicht verglichen werden? Es macht mich total verdutzt, warum das so geschieht. Was wollen wir uns dadurch beweisen? Na ja. Zurück zum Thema. Dass Adrian zunahm gab mir Hoffnung und Mut weiter zu machen. Ich pumpte nicht mehr ab, damit er jedes Tröpfchen bekommt. Jedes Tröpfchen aus meiner Brust war wertvoller als Gold. Mein Herzmann unterstützte mich im Haushalt wo er konnte. Das kann ich ihm nicht genug danken, er tat wirklich alles was ich ihm aufgetragen habe. Er bekochte mich und kümmerte sich um die Küche und Haushalt. Ich bekam wieder Freude und entspannte mich, und damit löste sich mein Gedankenwirrwarr um das Stillen. Ich war eingeübt, ich stillte ohne mehr darüber nachdenken zu müssen. Die Milch lief. Ab dann ist es mir klar geworden, dass das Stillen nichts anderes ist als Kopfsache! Doch dann wieder, Anfang Dezember, etwa 10 Wochen nach der Geburt, kam der Milchstau vom feinsten. Mit 40ºC Fieber, Schüttelfrost, hartem Knubbel in der Brust und meiner Verzweiflung. Ich war kurz davor wieder aufzugeben. Adrian trank nur das, was er gebraucht hat. Der Rest blieb in meinen Brüsten und das machte es alles nicht besser. Nach zwei Tagen hatte ich es überstanden. Mir ging es wieder besser und die Milch lief wie noch nie. Ende Januar, Anfang Februar machte ich mir Gedanken darüber, wann wir mit Beikost starten sollen. Na ja, mehr oder weniger dazu getrieben durch meine Familie, denn die fragte schon ganz besorgt danach. Ich hätte schon mit Ende des dritten Monats Brei wie verrückt gegessen. Das heißt aber nicht, dass Adrian es auch muss. Beikostthema werde ich in einem anderen Beitrag verfassen. Ich wollte nicht zu früh damit anfangen, da ich gerade die Stillzeit genießen konnte. Warum etwas verändern wenn es gut läuft? Es sind jetzt 7 Monate vergangen. Fast 7 Monate, genau gerechnet in 5 Tagen. Viele hätten schon lange aufgegeben, ich nicht. Trotz unserer Probleme und Schwierigkeiten stille ich. Ja immer noch mit Stillhüttchen und ich gebe auch manchmal die Flasche dazu. Dazu habe ich mich auch sehr lange nicht überwinden können. Warum habe ich es am Ende doch getan? In Schubphasen brauchen unsere Babys mehr, da hatte uns oft eine kleine 90ml Flasche als Einschlafhilfe geholfen. Die Hilfe kam genau dann, als meine Brüste sich leer anfühlten und ich erneut gestresst im Bett saß. Total unnötig, denn ich weiß: Stillen ist eine Kopfsache. Aber alleine schaffen wir es oft einfach nicht, uns in solchen Momenten daran zu erinnern und zu entspannen. Jetzt komme ich an den Punkt langsam abzustillen. Wenn ich diese Zeilen schreibe bekomme ich einen Kloß im Hals und Pippi in den Augen. Ich werde es vermissen. Die Schmatzgeräusche, die großen Augen die mich von unten beim Stillen anschauen, die kleinen Händchen die meine Brust und meinen runterfallenden Zopf streicheln und das Gefühl, dass ich meinem Kind das Beste gebe. Als Mutter handeln wir oft aus dem Herzen heraus und nach Gefühl. Unser Sinn für Intuition. Ich fühle jetzt, dass der Zeitpunkt dafür gekommen ist und ich habe keine Zweifel mehr. Mein Weg war schwer, aber es hat sich mehr als gelohnt und dafür bin ich mir selber dankbar…

     

    Foto von Viktoria Bröring
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  • Mein Alltag – meine Kindheit!

    Eine Woche ist mein Blog schon online und ich habe es immer noch nicht geschafft, etwas zu posten. Kein erfolgreicher Start, das stimmt. Allerdings geht es mir dabei nicht darum erfolgreich zu werden. Vielmehr möchte ich einfach einen Ort haben, wo ich in Ruhe mein öffentliches Tagebuch führen kann. Wo ich einfach das schreiben kann, was mich gerade beschäftigt. Wenn es am Ende jemand liest, wird es mich freuen, aber ich möchte es nicht davon abhängig machen. Nun ja, was hat mich denn diese Woche so beschäftigt?

    Wir waren viel unterwegs, hatten viele Termine und da bleibt die Zeit online zu sein nicht über. Zum ersten Mal blieb Adrian eine halbe Nacht mit meiner Mama und meiner Schwester alleine. Ich habe ihnen die Aufgabe überlassen, ihn schlafen zu legen. Das ist noch nie passiert seit er auf der Welt ist. Ich war seitdem noch nicht aus. Nicht abends ohne Baby. Als ich und Florian am Freitagabend das Haus verlassen haben, war ich eh sehr emotional. Mein Outfit stimmte nicht und das Gefühl ohne Baby und nur zur zweit unterwegs zu sein, empfand ich als sehr leer. Ich dachte die ganze Zeit nur daran, wird alles gut laufen? Wird er nach mir suchen oder merkt er nicht, dass ich nicht da bin? Schon den ganzen Tag zuvor hatte ich das Gefühl, er weiß bestens Bescheid. Er hat viel gequengelt und lies mich nichts alleine machen. Der kurze Abschied am Abend ging dafür aber problemlos. Adrian war gesättigt und spielte mit meiner Mama. Den ganzen Abend kreisten meine Gedanken zu 98% darüber, ob zu Hause alles gut ist. Ob Adrian gut schläft. Gegen 23 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg. Ich schrieb meiner Mama eine Nachricht, dass wir nun zurück fahren und in ca. 45 Minuten da sind. Zurück kam eine Antwort von meiner Schwester, dass Adrian nun wach ist und weint. Dies bestätigte nun mein Gefühl. Während der Autofahrt erinnerte ich mich zurück an meine Kindheit… Ich kann mich nicht an die Zeit erinnern als ich noch Baby war, aber dafür an die Zeit ab dem Kleinkindalter. Wer es noch nicht weißt, ich komme aus Polen. Seit ich aber denken kann, arbeiteten meine Eltern in Deutschland. Pendelten meist 700 km ein oder zweimal monatlich für ein paar Wochen hin und her. Wo ich zu der Zeit war? Bei Oma. Mal bei der einen und mal bei der anderen. Ich wurde also schon ziemlich früh von der Omaliebe verwöhnt. Meine Eltern versuchten die Wochen, die sie nicht da waren, mit teuren Spielzeugen und Süßigkeiten zu kompensieren. Es machte mir also auch nichts aus, ob sie da waren oder nicht. Ich habe sie auch nie großartig vermisst. Auch wenn das jetzt sehr hart klingt und es mich ungemein traurig macht. Ich erinnere mich an einen Abschied. Meine Eltern machten sich wieder für den Aufbruch bereit. Meine Mama war sehr traurig und weinte. Noch einmal nahm sie mich an sich ran, drückte ganz doll und küsste die Stirn. Sie fragte mich, ob ich sie vermissen würde: „Nein Mama. Ich hab doch Oma.“ Und lächelnd ging ich ins Zimmer und spielte mit meinen Sachen. Heute weiß ich wie schmerzhaft sich das anfühlt, das eigene Kind alleine lassen zu müssen. Es ist wie ein Stich in die Brust, direkt ins Herz und nimmt auch den Atem weg. Damals war es mir nicht bewusst, es war keine Absicht wie ich reagiert habe. Ich wartete am Fenster und winkte so lange bis sie weggefahren waren. Mein Alltag war der Alltag meiner Großeltern. Trotzdem hatte ich eine wunderschöne Kindheit. Ich freute mich immer darauf, wenn meine Eltern aus Deutschland wieder kamen. Es war immer eine Überraschung. Ich wusste nie wann sie wieder kommen und Oma erzählte es mir nicht, wenn sie auf dem Weg waren. Meistens nachts wurde ich von Küssen mit den Worten geweckt: „Hallo Töchterchen, Mama und Papa sind wieder da.“ Ich freute mich riesig und erinnere mich bis jetzt an den Geruch meiner Mama. Der Geruch einer kalten Lederjacke, vermischt mit Zigarettenrauch und Calvin Klein Parfüm. Ab dann war das Schlafen wieder abgebrochen. Wir setzten uns in die Küche, Oma bereitete das nächtliche „Frühstück“ und sie erzählten wie es war. Ich saß auf dem Schoss und hörte gespannt zu. An wieder einzuschlafen war nicht mehr zu denken. So ging es bis in den Morgen. Ich wollte gleich direkt mit beiden etwas unternehmen. Papa musste meistens am Tag wieder etwas erledigen, während Mama sich den Tag etwas ausruhen konnte und ihre Sachen ausgepackt hat. Ich war dann brav mit Papa unterwegs und begleitete ihn überall auf Schritt und Tritt. Nachmittags stieß meist Mama zu uns und dann gingen wir einkaufen oder Tanten zum Kaffee besuchen. Nach ein paar Tagen mit großem Trubel, Unternehmungen und spannender Zeit, fuhren sie wieder weg… und ich blieb bei Oma.

    Ich erinnerte mich an diese Zeit, während mein Sohn mit seiner Oma zu Hause war und ich dachte daran, ob die Angst tief in mir drin steckt. Aber warum und wovor hatte ich die Angst? Es sind die Fragen, die ich mir selber nicht erklären kann. Es ist aber das Erlebte und das was wir immer besser machen möchten. Jetzt stellt sich wieder die Frage, wäre es denn anders besser?